Im Rahmen der Modernisierungsagenda für Staat und Verwaltung (Bund) ist das Projekt „D-Easi – E‑Rechnungseingang automatisiert, sicher, integriert“ gestartet, mit dem Ziel, die Rechnungsbearbeitung in der unmittelbaren Bundesverwaltung zu automatisieren und effizienter zu gestalten.

Die Modernisierungsagenda definiert mehrere Handlungsfelder. Eines der Handlungsfelder ist die „Effiziente Bundesverwaltung“, was darauf abzielt, Bürokratie abzubauen und Effizienzen in der Verwaltung zu heben. Ein zentraler Bestandteil ist dabei die Maßnahme 6.5 „Rechnungsbearbeitung vereinfachen“, die darauf setzt, die Rechnungsverarbeitung in den Systemen der Bundesverwaltung weitgehend zu automatisieren.  

Zur Umsetzung dieser Maßnahme wurde das Projekt zur Automatisierung der E‑Eingangs­rechnungs­verarbeitung unter dem Projektnamen „D‑Easi – Deutschlands E‑Rechnungs­eingang automatisiert, sicher, integriert“ gestartet. Das Projekt reiht sich in das Vorhaben des Deutschland-Stacks (D‑Stacks) ein und wird federführend durch die Fachverantwortliche Stelle (FVS) E‑Rechnung im Beschaffungsamt des BMI (BeschA) vorangetrieben. 

Ziel des Projekts ist es, die Rechnungsbearbeitung in der unmittelbaren Bundesverwaltung im MACH- und SAP-Umfeld weitgehend zu automatisieren und die Prozesse der Rechnungsbearbeitung effizienter zu gestalten. Durch die Analyse fachlicher, technischer und rechtlicher Anforderungen sowie die frühe und enge Einbindung von Pilotbehörden werden praxistaugliche und nutzendenorientierte Lösungen entwickelt, die künftig breit eingesetzt werden können.  
 

Vorteile der Automatisierung der E‑Eingangs­rechnungs­verarbeitung 

Von der Automatisierung der E‑Eingangs­rechnungs­verarbeitung profitieren sowohl Rechnungssteller als auch Rechnungsempfänger. Für Rechnungssteller ergeben sich insbesondere verkürzte Durchlaufzeiten, da Rechnungen beim Rechnungsempfänger automatisiert verarbeitet werden. Dies führt zu schnelleren Rechnungsbearbeitungen und Zahlungseingängen sowie zu einer höheren Planungssicherheit im Cashflow. 

Auf Seiten der Rechnungsempfänger können durch die automatisierte Rechnungsverarbeitung manuelle Bearbeitungsschritte reduziert und Prozesse insgesamt effizienter gestaltet werden. Die automatische Validierung von Rechnungen erhöht die Prozessqualität und verringert die Fehleranfälligkeit. Gleichzeitig werden Freigabeprozesse beschleunigt und Durchlaufzeiten verkürzt. Effizientere Prozesse tragen zudem zur Ressourcenschonung bei und ermöglichen es, Skontofristen häufiger zu nutzen. 

Insgesamt ermöglicht die automatisierte Rechnungsverarbeitung damit effizientere, flexiblere und zukunftsfähige Prozesse in der Rechnungsbearbeitung und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Digitalisierung und Modernisierung der Verwaltung. 
 

Was bedeutet das für die Bundesverwaltung? 

Das Projekt ist im März 2026 mit ausgewählten Behörden in die Pilotierung gestartet. Der Rollout der ersten Ergebnisse ist für März 2027 geplant. Alle betroffenen Behörden der unmittelbaren Bundesverwaltung erhalten rechtzeitig Informationen sowie Unterstützungsangebote für den Umstellungsprozess.

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